10 Jahre nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo

Zum Gedenken an  Cabu – Charb – Tignous – Honoré – Wolinski – Bernard Maris – Mustapha Ourrad – Elsa Cayat – und die weiteren Opfer  des Terroranschlags vom 07.01.2015

Bild zu Solidarität mit Charlie Hebdo

Heute jährt sich zum 10. Mal der Anschlag auf Charlie Hebdo. Am 7. Januar 2015 überfielen Islamisten die Räumlichkeiten der Satirezeitschrift Charlie Hebdo und erschossen 8 Redaktionsmitglieder. In zahlreichen Städten Europas finden heute Gedenkfeiern statt. In Frankreich überträgt der Fernsehsender France 2 den ganzen Tag die Anlässe, an denen nicht zuletzt auch die Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo und der französische Präsident Emmanuel Macron teilnehmen werden. Einen Einblick in die Veranstaltungsserie rund um den Gedenktag in Deutschland gibt die Giordano Bruno Stiftung im Artikel »Satire kann man nicht töten«, unter anderem werden ein Buch und ein Film mit der Botschaft »Fundamentalisten können Satiriker töten – nicht aber die Satire selbst!« heute herausgegeben.

Der Anschlag auf Charlie Hebdo ist auch nach 10 Jahren eine Mahnung an alle Demokratien und offenen Gesellschaften und weist diese schmerzhaft auf ihre Zerbrechlichkeit hin. Meinungs- und Pressefreiheit sind keineswegs selbstverständlich, sondern müssen erkämpft und verteidigt werden. Die inzwischen weitverbreitete Selbstzensur vieler Medien, sei es aus (berechtigter) Angst oder aus kommerziellen Überlegungen, untergräbt den freien Meinungsaustausch und die daraus resultierende gesellschaftliche Weiterentwicklung. Ideen sollen und müssen kritisiert werden können!